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Kategorie: Fallbegleitungen Deutschland

Tagebuch für meinen Sohn

01.01.2019

Mein Lieber Sohn,

heute ist der erste Tag in einem neuen Jahr. Dem Jahr, in dem du deinen zweiten Geburtstag feiern wirst. Es ist der erste Tag, nach dem Jahreswechsel von 2018 zu 2019. Ich habe mir vorgenommen, das zu dokumentieren und alles für dich aufzubewahren, bis du alt genug bist, alles selbst zu erkennen und zu verstehen.

Ich hätte wirklich sehr gerne mit dir zusammen das Spektakel am Himmel beobachtet. Deine funkelnden Kinderaugen hätte ich zu gerne gesehen. Aber ich werde niemals aufgeben und schon gar nicht die Hoffnung verlieren, dass wir vielleicht das kommende Silvester, mit dir zusammen verbringen werden.
Dieses Jahr warst du, bei deiner Schwester A. und bei mir die ganze Zeit in unseren Gedanken und in unseren Herzen. Wir haben dich sehr vermisst und die schönsten Raketen am Himmel, haben wir ganz alleine Dir gewidmet.

Mein erster Gedanke heute morgen warst du, mein Grosser. Du fehlst mir. Dein Lächeln, dein Lebensfrohe Art. Ich habe mir vorgestellt ,wie du hier bei bei mir bist und wir gemeinsam den Neujahrsmorgen verbringen würden. Es war eine wunderschöne Vorstellung.

Seit Tagen versuche ich nun schon dich zu erreichen, leider ohne Erfolg. Auch heute habe ich es viele Male versucht, dich telefonisch zu erreichen.

Deine Schwester und ich haben dir auch einen lieben Neujahrs Gruss als E-Mail gesendet. Wie immer an die E-Mail Adresse, die deiner Mama gehört. Ob du diese, sowie auch die Advents und Weihnachtsgrüsse übermittelt bekommen hast, weiss ich leider nicht.

Du wirst hoffentlich erkennen, dass ich immer an dich gedacht habe und immer wieder versucht habe, mit dir in Kontakt zu treten und für dich da sein wollte. Ein Papa für dich sein wollte, es aber sehr schwer gemacht wird.

Auch wenn du diese Zeilen jetzt noch nicht lesen kannst, sollst du wissen dass ich immer für dich kämpfen werde. Ich werde meine ganze Energie und meine ganze Kraft darauf konzentrieren, einen angemessenen Umgang mit dir zu erwirken, damit du deinen Papa behalten kannst und ich dich, meinen geliebten Sohn.

Und nicht zu vergessen deine Schwester, die dich auch sehr vermisst und dich ganz doll lieb hat. Sie redet sehr viel von dir und fragt ständig, wann wir dich endlich wieder sehen werden. Leider kann ich ihr das nicht beantworten. Denn diese Entscheidung hängt im Moment nicht von mir ab.

Aber ich werde um unser Recht kämpfen. Ich weiss dass du deinen Papi und deine Schwester auch lieb hast und genauso vermisst, wie wir dich. Und genau deshalb werden wir dich niemals aufgeben oder vergessen und in jeder Hinsicht, bis zur letzten Möglichkeit für dich kämpfen.

Bitte glaube nicht, dass dein Papa oder deine Schwester dich nicht lieb haben, weil wir uns so selten bis kaum noch sehen. Wir lieben dich über alles. Du bist in unseren Gedanken und unseren Herzen. Jeden Tag denken wir an dich und reden wir von dir.

Wir hoffen sehr dass es dir gut geht und freuen uns unsagbar auf jede Minute in der wir Zeit miteinander verbringen können. Und du darfst auch bitte niemals das Gefühl haben, dass du Schuld daran bist, dass wir uns nicht mehr sehen. Denn das bist du ganz gewiss nicht.

Du bist der beste Sohn und beste Bruder, den sich deine Schwester und dein Papa vorstellen können. Wir sind stolz auf dich und lieben dich für immer und Ewig. Du bist ein grosser Teil von uns und wir von dir. Und das wird uns niemand wegnehmen können.

Auch heute Abend gelten meine letzten Gedanken wieder dir. Ich schlafe mit dir in meinen Gedanken ein und morgen früh, wirst du auch wieder mein erster Gedanke sein.

Ich liebe dich über alles,
dein Papa.

02.01.2019

02.01.2019

Mein lieber F,

Wie geht es dir? Auch wenn du mir die Frage noch nicht beantworten kannst, hoffe ich sehr dass du sie mit „Ja alles ok – Papi“ beantworten würdest. Und ich wünsche mir nichts mehr, als dass du mir diese Frage bald auch persönlich beantworten kannst. Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben. Niemals.

Für heute hatte ich mir eigentlich sehr viel vorgenommen und war guter Dinge, in unserem Kampf einen Schritt weiter zu kommen. Leider wurde mir relativ schnell die bittere Realität aufgezeigt.

Ich habe heute Post bekommen von einer Frau, bei der dein Papa um Hilfe gebeten hast. Ich habe sie gebeten mir zu helfen, deine Mama davon zu überzeugen, dass du und ich, wir uns unbedingt ganz schnell wieder sehen möchten. Papa hat viel Vertrauen und Hoffnung in die Frau gesetzt. Damit du auch in Zukunft weißt wen ich meine, wenn ich von dieser Frau rede, nenne ich sie Respekt und liebevoll Tante A.

Tante A. hat mir heute leider etwas gesagt, das mich sehr traurig gemacht hat. Sie meinte dass es vielleicht noch sehr lange dauern kann, bis Sie weiß ob sie uns helfen kann. Zuerst war dein Papa eigentlich nur Traurig und auch ein bisschen Sauer auf die liebe Tante A. Mittlerweile hat dein Papa aber die Tränen getrocknet und neuen Mut geschöpft.

Dein Papa hat einige andere Papis kennengelernt, die Ihre kleinen Engel genauso vermissen, wie ich dich. Diese anderen Papis haben deinen Papi wieder den Mut gegeben. Ich bin froh, mit dieser schwierigen Situation nicht alleine zu sein.

Es war auch nicht alles negativ oder gar umsonst heute, gewiss nicht. Auch heute haben wir kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht. Zwar nur kleine, aber dafür sichere Schritte. Wir werden Geduld brauchen, aber wie sagt ein Sprichwort mein Lieber? „Gut Ding will Weile haben“ – und bei uns soll es doch mehr als nur gut werden.

Mein kleiner „Pou Bär“, wenn wir Glück haben und nicht wieder etwas unverhofftes dazwischen kommt, sehen wir uns vielleicht in drei Tagen. Das wäre so schön. Mit diesem wirklich schönen Gedanken an dich und eine gemeinsame Zeit, möchte ich den heutigen Eintrag gleich beenden und diesen Tag kurz halten.

Ich werde auch morgen wieder versuchen dich telefonisch zu erreichen. Vielleicht klappt es ja diesmal. Vielleicht wenn wir alle drei ganz fest dran denken. Du, deine Schwester und ich. 
Ich werde noch einen Extra Gedanken und Gruß in Richtung Himmel schicken, schaden kann es ja nicht.

Schlaf schön mein großer, träum was schönes. Ich liebe dich über alles mein kleiner MiniMe. Ich soll dir auch ganz liebe Grüße von deiner Schwester ausrichten. Fühl dich geherzt, geknuddelt, geschmust und geküsst.

Bis bald, 
In ewiger Liebe, 
dein Papi

Fall A. E. – Ein offener Brief einer entfremdeten Tochter

Fall A. E aus Baden-Württemberg

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